Krafttiere – Tiergeister erkennen und zuordnen

KrafttiereKrafttiere zu erkennen und mit ihnen zu kommunizieren ist in erster Linie Aufgabe der runischen Schamanen. Da jedoch auch viele Völven schamanisch arbeiten, gibt es hier einige Überschneidungen.

Der Wolf als Krafttier wählt vorrangig Menschen, die jemanden an ihrer Seite benötigen. Er schützt sie und gibt ihnen die Kraft, Emotionen zuzulassen, auf ihre Instinkte zu vertrauen und auf ihr Bauchgefühl zu hören. Sie sollen stark werden, um sich für andere einsetzen zu können.

Schlagworte für das Krafttier Wolf: Spirituell, Emotional, Selbstbewusst, Lautlos, Geschickt, Instinktiv, Beschützer, Familie, Gemeinschaft, Mond, Winter, Schnee

Ein Krafttier wählen

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir wählen unsere Krafttiere nicht aus, sie wählen uns. Um so erstaunlicher ist es, wenn man manche Menschen von ihren Krafttieren erzählen hört. Überraschend viele Menschen berichten von den vermeintlich „starken“ Krafttieren, wie Wolf, Bär oder Adler. Kaum jemand hat ein Wiesel oder eine Möwe als Krafttier. Da scheint oftmals der Wunsch der Vater des Gedanken zu sein.

An dieser Stelle kommen die Völven ins Spiel. Sie erkennen das Krafttier eines Menschen und stellen den Kontakt zwischen ihm und dem Krafttier her. Informationen zu vielen verschiedenen Krafttieren sind z.B. auf der Website Tiergeister zu finden.

Krafttiere
Bild: Typisches Flugbild eines Kolkraben (Corvus corax). Als Krafttier ist der Kolkrabe ein Hüter der Magie und der Bewahrer von Geheimnissen.

Territoriale Unterschiede

Nicht jedes Krafttier ist weltweit zu finden. Die Fylgien, die als Krafttiere auftreten, sind dort zu finden, wo die ihnen entsprechende Tierart lebt oder lebte. Eingeführte oder eingeschleppte Tierarten (Neozoon), Zootiere oder auch privat gehaltene, exotische Tiere, haben in Europa zu einer größeren Vielfalt geführt. Vorrangig treten jedoch weiterhin die einheimischen Arten in Erscheinung. Das ist auch leicht nachvollziehbar. Je länger eine Tierart in einem bestimmten Gebiet heimisch ist, um so mehr Fylgien gibt es von ihr.

Individuelle Unterschiede

Je höher eine Tierart entwickelt ist, um so größer sind die individuellen Unterschiede der ihr entsprechenden Krafttiere. Aus der Familie der Canidae (Hunde) finden wir in Deutschland hauptsächlich Wolf, Marderhund (Neozoon) und Rotfuchs. Die Fylgien dieser drei Arten weisen sehr große individuelle Unterschiede auf. Sogar die einzelnen Individuen zeigen eine ausgeprägte Persönlichkeit. Vergleichen wir dies mit der Familie der Murinae (Altweltmäuse), sieht es schon ganz anders aus. Noch deutlicher ist dies beispielsweise bei den Vögeln. Von den Rabenvögeln einmal abgesehen, gibt es in der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes) kaum eine Familie, in der wesentliche Unterschiede bei den einzelnen Arten zu erkennen sind.

Erscheinungsformen

Vielen Menschen folgt schon seit der frühen Kindheit oder der Geburt (vielleicht sogar schon früher) ein Krafttier. Kleine Kinder sind sogar in der Lage, sie zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren. Leider verliert man diese Fähigkeit mit zunehmendem Alter, wenn sie nicht gezielt trainiert wird (Siehe auch Startseite.).

Tiere, die uns im Traum erscheinen, können durchaus Krafttiere sein. Darauf festlegen sollte man sich aber nicht. Es kann beispielsweise auch eine Hamingja sein (siehe auch Weiße Völva). Geeigneter sind schamanische Reisen. Hat man bereits Kontakt zu seinem Krafttier, so ist es dabei fast ständig präsent. Die äußere Erscheinung von Krafttieren entspricht dabei der Tierart, der ihre Fylgja zugeordnet ist. Bezüglich der Größe sind sie jedoch nicht festgelegt. Je mehr Seelen eine Fylgja aufnimmt, um so größer wird sie.

Was sind Fylgien?

Else Mundal sieht den Ursprung der Fylgien im Ahnenkult. Sie berichtet auch von Fylgien, die als Folgegeister eines Clans in größeren Gruppen dem Clanführer folgten und sogar bei Streitigkeiten mit anderen Clans eingriffen. Für uns stellen sich die Fylgien etwas anders dar.

Fylgien entsprechen für Tiere in gewisser Weise dem, was die Walküren für Menschen sind. Walküren geleiten die Hugr der Menschen nach ihrem Tod nach Walhall. Fylgien sammeln die Seelen der Tiere und bewahren sie auf. Bei Bedarf geben Fylgien jedoch die gesammelten Seelen wieder an neu geborene Tiere ab (Eventuell schon vor der Geburt?).

Fylgien finden

Krafttiere sind Fylgien, aber nicht jede Fylgja ist ein Krafttier. Wenn sich eine Fylgja entscheidet (beauftragt wird?) sich einem Menschen als Krafttier zur Seite zu stellen (es können auch mehrere und wechselnde Fylgien sein), dann hört sie für die Zeit auf, Seelen zu sammeln und abzugeben.

Durch die Hilfe der Runen, ganz speziell Ansuz, ist es nicht besonders schwierig, Fylgien zu entdecken. Man muss allerdings schon sehr genau hinschauen.


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