Runensteine in Deutschland – Übersicht

Es gibt nur sehr wenige erhaltene Runensteine in Deutschland. Am bekanntesten sind wohl die Runensteine von Haithabu. Sie stellen wertvolle historische Urkunden dar, deren Bedeutung darin liegt, dass die Frühgeschichte im südlichen Dänemark aus der Zeit vor und nach der dänischen Reichseinigung mit realen Ereignissen verbunden werden kann. Der Sinn von Runensteinen ist es, der Nachwelt die Erinnerung an bedeutende Männer zu überliefern. Die Aufrichtung solcher Gedenksteine beschränkt sich deshalb auf einen sozial abgehobenen Kreis. Die Runensteine in Deutschland gehören zu unser aller kulturellem Erbe und stehen unter Denkmalschutz.

Übersicht
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Runenstäbe und Runensteine im Vergleich

Runer nutzen Runenstäbe für die Meditation und die magische Runenarbeit. Runensteine dagegen sind aufrechtstehende Steine, die mit Runeninschriften versehen sind.

Runensteine in Deutschland

Runensteine

Sucht man im Internet nach dem Begriff „Runensteine“ findet man Aussagen wie:
Runensteine sind in Edelstein gravierte Runen, die Schriftsteine der Kelten und Germanen.
… magische Runensteine aus Amethyst, Bergkristall, Hämatit.
Edles Set Runensteine aus Rosenquarz.
Ein Satz Runensteine (25 Stück) aus Ton.

Bild rechts: Um es ganz klar zu sagen: DAS ist ein Runenstein!

Der Rökstenen ist 3,82 Meter hoch. Die Runeninschrift ist in altnordischer Sprache. Mit rund 750 Zeichen ist es die längste bekannte Runenschrift.

Runensteine sind also aufrecht stehende Steine mit Inschriften aus Runen und Runenstäbe sind magische Werkzeuge.

Und in den allerseltensten Fällen macht es Sinn, Runenstäbe aus dem Material „Stein“ anzufertigen.

Runenstäbe

Abgesehen von einem Laidon ist ein Set aus vierundzwanzig Runenstäben das erste Werkzeug eines Runers. Dabei ist die Auswahl des Materials von immenser Bedeutung. Ausführlicher wird das im Beitrag „Ritzen von Runen“ erläutert. Auf Minerale und Gestein wollen wir aber ein klein wenig näher eingehen.

Vorweg: In diese Kategorie fallen nur die Minerale nichtorganischen Ursprungs! Fossile Harze wie Bernstein, aber z.B. auch die zu den Mineralen zählenden Nierensteinbildner Whewellit und Weddellit sind hiervon ausdrücklich ausgenommen. Der Einfachheit halber sprechen wir hier verallgemeinernd von „Steinen“.

Ein Energiefluss wie in organischen Materialien findet in Steinen nicht statt. Egal, woher die Energie kommt, sie wird über der Ebene der Rune gebündelt und (in ihrer Wirkung durch die Rune beeinflusst) abgestrahlt. Sie geht also nicht durch den Stein, wie es bei Bernstein oft so schön zu beobachten ist. Legt man also einen flachen Stein auf die Erde und ritzt in seine Oberseite eine Rune, so wird die Energie senkrecht nach oben, im rechten Winkel zu der Rune, abgestrahlt.

Diesen Effekt kann man sich für verschiedene Anwendungen zunutze machen. Völven nutzen ihn z.B. für den Steinkreis. Für ein Runenset macht es nicht wirklich Sinn.


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Bilder:
Nachbildung des Eriksteins © Fonzie CC-by-sa-3.0
Runenstein vom Schleswiger Dom © Erik Moltke PD
Rogäsenstein © Gregor Rom CC-by-sa-4.0
Runenstein von Rök © Bengt Olof ÅRADSSON CC-by-sa-2.5