Grabkisten – Steingräber in Schweden und Dänemark

Grabkisten von Eskilstuna (Festland)Es gibt zwei Arten von Steingräbern, die als Grabkisten bezeichnet werden. Sowohl zeitlich als auch räumlich liegen sie indes weit auseinander. Die älteren sind stein-bronzezeitlich und kommen vor allem in Dänemark vor. Die jüngeren sind frühmittelalterlich und kommen vor allem in Schweden vor.

Bild: Grabkiste von Eskilstuna (Festland) | © FBQ CC-by-sa-3.0

Die älteren Grabkisten

Die von den Schnurkeramikern (früher Streitaxtvolk genannt) errichteten Steingräber wurden aus schweren, leicht gespaltenen Blöcken errichtet, wie man sie auch für die jüngeren Dolmen verwendete. Der Grundplan ist, wie bei vielen Dolmen viereckig oder birnenförmig. In der Verlängerung der Kammer setzt ein kurzer, nach Süden weisender Gang mit einem Schwellenstein an. Diese Identität führte dazu, dass man die Grabkisten, die bei der Gestaltung des Ganges, der Vielzahl der Decksteine und dem Grabhügel von den Steingräbern der Trichterbecherkultur (TBK) beeinflusst wurden, als letzte Entwicklung der Dolmen auffasst. Grabkisten enthalten selten mehrere Bestattungen. Sie sind unter dem flachen Boden angelegt und stammen aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit.

Steinkisten treten in der letzten Periode der Steinzeit in Dänemark und Südschweden gemeinsam auf. In Norwegen kennt man sie vom Mjeltehaugen in West-Norwegen, und vom Regehaugene sowie aus der Gegend um den Oslofjord. Die Größe haben Längen bis zu 3,6 m und wurden für gemeinsame Bestattungen verwendet. Die letzte Periode mit Grabkisten in Norwegen ist das 2. bis 5. Jahrhundert n. Chr. Die Grabkiste an der Løvel Vandmølle stammt aus der Eisenzeit.

Grabkisten – Abgrenzung

Diese Grabkisten sind nicht zu verwechseln mit den viel häufigeren, älteren und weiter verbreiteten Steinkisten oder mit Runen- oder Bildsteinen mit denen sie verschiedene Komponenten teilen. Es gibt sie in der „mittelschwedisch-festländischen“, dort als „Vikingastilskista“ (Wikingerstilkiste) und z. B. in Eskilstuna als Eskilstunakistan bezeichnet, und in der „gotländischen“ Form.


Quellen: Wikipedia
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