Blutrunen – Rituell mit Blut geweihte Runen

BlutrunenDas Aufbringen von Blut zur Stärkung der Verbindung zwischen Runer und Rune hat nichts mit den sogenannten Blutrunen zu tun. Dabei geht es – ähnlich wie bei dem Einbrennen von Haaren – allein um die Verbindung zur Rune.

Die Verwendung von Blut stellt sich jedoch als besonders dramatisch dar und das könnte der Grund sein, warum das Einfärben mit Blut in den letzten Jahren als so wichtig und notwendig für die Runenarbeit dargestellt wird. Das Auftropfen von Tränen ist sehr viel wirkungsvoller (materialisierte Emotionen), aber vermutlich kommt das nicht so gut an oder ist gar nicht bekannt.

Blutweihe beim Laidon

Die Blutweihe ist ein heiliges Ritual bei dem der Runer sich eine blutende Verletzung zufügt und die Wunde so lange auf die Rune presst, bis die Weihe vollzogen ist. Ausschließlich Runen, die der Blutweihe unterzogen wurden, werden als Blutrunen bezeichnet.

Vollzieht ein Lehrer für seinen Schüler die Weihe eines Laidon, so handelt es sich dabei immer um eine Blutweihe. So, wie ein Lehrer die Laidon-Rune selbst ergründen muss, muss er auch selbst die richtige Eidesformel finden. Es gibt dazu nur ganz allgemeine Hinweise, jegliche weitere Hilfe ist streng verboten. Dadurch soll sichergestellt werden, dass nur wirklich erfahrene und fähige Lehrer andere Runer ausbilden.

Die Laidon-Rune wird durch die Blutweihe in ihrer Aufgabe und Funktion durch den Lehrer festgelegt. Die vierundzwanzig Runen von Fehu bis Othala werden durch den Schüler mit Unterstützung der Laidon-Rune permanent der Gebrauchsweihe unterzogen. Diese Kombination ist einzigartig und nur auf einem Laidon zu finden.

Weitere Beispiele für die Blutweihe sind der Kampfstab der runischen Krieger und der Lebenseid.

Blutrunen der Völva

Ist eine Litilvölva zur weißen Völva geweiht, überträgt sie die Kraft ihres Stabes auf einen neuen Stab. De facto handelt es sich dabei ebenfalls um eine Blutweihe, jedoch wird ein anderes Ritual vollzogen.


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