Heilsteine – Opfer deutscher Rechtsprechung?

HeilsteineEdelsteine haben die Menschen schon immer fasziniert. Sie als Heilsteine zu verwenden ist keineswegs neu. Die Veda (auch „die Veden“) ist eine Sammlung religiöser Texte im Hinduismus und stammt bereits aus der Zeit des vierten Jahrtausends v. Chr. Darin wird das ganzheitliche System des Ayurveda (Wissen des Lebens) überliefertt, welches bereits mit Heilsteinen arbeitet.

Bemerkenswert ist, dass praktisch alle Überlieferungen die gleichen Steine für die Behandlung gleicher Leiden empfehlen. Sei es das erste Medizinbuch Chinas, niedergeschrieben vor 5000 Jahren vom „Vater der chinesischen Medizin“ Shen Nung oder die bereits erwähnten Überlieferungen der Ayurveda. Auch der grichische Philosop Aristoteles berichtete in gleicher Weise um 340 v. Chr. darüber. Dies gilt auch für die „Physika“ der Hildegard von Bingen aus dem 12. Jahrhundert. Theophrastus Bombast von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus, erforschte die Heisteine im 16. Jahrhundert erneut und kam zu den gleichen Ergebnissen.

Heilsteine – Verbot

Heute dürfen Heilsteine in der Werbung nicht mehr als solche bezeichnet werden. Mit Urteil vom 21.08.2008 (Az. 327 O 204/08) entschied das LG Hamburg:
Die Beklagte wird verurteilt, es bei Vermeidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung fälligen Ordnungsgeldes bis zu 250.000,- Euro, ersatzweise Ordnungshaft bis zu 6 Monaten oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, im Wiederholungsfalle Ordnungshaft bis zu 2 Jahren,
zu unterlassen,
im Wettbewerb handelnd Steinen krankheitsvorbeugende und/oder krankheitslindernde und/oder krankheitsheilende Wirkung zuzuschreiben und die Steine in diesem Zusammenhang als „Heilsteine“ zu bezeichnen, und zwar auch dann, wenn im Internet auf den fehlenden wissenschaftlichen Nachweis bestimmter Heilwirkungen hingewiesen wird.

Siehe openjur.de
Für die Pharmaindustrie war das ganz sicher ein großer Tag.

Heilsteine & Völva

Ich nutze Heilsteine nicht für therapeutische oder medizinische Zwecke. Unter der Bezeichnung „Kraftsteine“ finden jedoch manche Steine bei diversen magischen Mischungen, Amuletten und Talismanen Verwendung. Speziell in der Kombination mit Runen und/oder Bernstein lassen sich Kraftsteine teils sehr gut einsetzen. Die unterschiedliche Dichte beeinflusst den Energiestrom der Runen nur minimal. Gerade diese Feinheiten sind es jedoch, die sie für die Runenarbeit so wertvoll machen.

Im Folgenden werden einige Kraftsteine und ihre Verwendungsmöglichkeit in der Runenarbeit beschrieben. Die überlieferten Hinweise auf eine vermeintlich angenommene heilende bzw. gesundheitsfördernde Wirkung dienen nur der Vollständigkeit und der Bewahrung alten Wissens.


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Bild: Paracelsus 1540. Kupferstich von Augustin Hirschvogel | Lizenz: PD